Warum wir Bergsteiger so sind, wie wir sind
Über das Bergsteigen als Tun zwischen kreativer Genialität, Kitsch und Konsum. Der Versuch einer empirischen Bestandsaufnahme.
Hanspeter Eisendle, geb. 1956 in Sterzing, Ausbildung zum Kunsterzieher, seit 1982 hauptberuflich Bergführer, Teilnahme an mehreren Himalaja-Expeditionen mit Reinhold Messner, vorwiegend aber Dolomiten- und Alpenkletterer mit zahlreichen Erstbegehungen im Trad-Stil bis zum 8. Schwierigkeitsgrad, Sportkletterrouten bis zum 10. Schwierigkeitsgrad. Dazu extreme Klettereien in aller Welt, wobei für ihn das Erleben der eigenen Exponiertheit weit vor dem Leistungserlebnis steht. Lebt mit seiner Familie in Sterzing.
Über das Bergsteigen als Tun zwischen kreativer Genialität, Kitsch und Konsum. Der Versuch einer empirischen Bestandsaufnahme.
Warum werden alpinistische Meisterwerke immer wieder zu Massenware? Und warum suchen manche Bergsteiger dennoch konsequent das Unbekannte? In einer nüchternen Bestandsaufnahme reflektiert Hanspeter Eisendle über Kommerz, Wiederholung und Widersprüchlichkeit im Bergsteigen – und über das einfache, aber unbequeme Gegenmittel: sich zu entziehen.
Über Ausrüstung, Technik und Taktik in alpinen Kletterrouten. Bergundsteigen hat beim Südtiroler Berg- und Dolomitenführer Hanspeter Eisendle nachgebohrt. Der Boom des Sportkletterns hat so manchen "großen Weg" durch eine Steilwand mittlerweile zu einem einsamen Weg gemacht. Doch übervolle Hallen und Klettergärten oder auch eine neu entdeckte Abenteuerlust werden - diese These sei hier gewagt - auch der Variante des alpinen Kletterns bald wieder neue und begeisterte Akteure bescheren. ...
Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Amputationen aber bleiben. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Den Verlust mir lieb gewordener Personen, den ich als Verantwortlicher mitverschulde, das Scheitern an der Aufgabe, die mir so viel bedeutet, empfinde ich ähnlich wie eine Amputation, das immer wiederkehrende "Aufblitzen" dieses Ereignisses in allen Lebenssituationen schmerzt.
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