bergundsteigen #133 (Winter 2025/25).
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Babsi Zangerl beim Trad Klettern im Rissklassiker „Greenspit“ (8b+) im Valle dell’Orco
09. März 2026 - 13 min Lesezeit

Zwischen Erfolg und Bodenständigkeit: Babsi Zangerl im Interview

2025 erhielt Barbara „Babsi“ Zangerl mit 37 Jahren den Paul-Preuß-Preis für ihr bergsteigerisches Lebenswerk. Trotz ihrer Leidenschaft fürs Unbekannte schätzt die österreichische Spitzenkletterin auch die Normalität eines bodenständigen Berufs.

Du kommst gerade aus dem Yosemite Valley zurück, Babsi, wie jeden Herbst. Inzwischen bist du mit deinem Seil- und Lebenspartner Jacopo Larcher am El Capitan fast alles frei geklettert, was Rang und Namen hat: „El Niño“, „Zodiac“, „Magic Mushroom“, „Pre-Muir Wall“, „Nose“, „El Corazón“, „Freerider“, „Golden Gate“. Die Routen dort gehen euch nicht aus?

Im November ist es einfach genial, im Yosemite zu sein. Da haben wir immer eine coole Zeit, egal, was wir klettern. Es gibt ja nicht nur den El Cap! In den letzten Jahren konnte ich dort auch große Trad-Linien klettern wie die „Meltdown“ oder die „Magic Line“. Ich werde sicher noch oft ins Yosemite fahren.

Portrait Babsi Zangerl
In Babsi Zangerl vereinen sich Leidensfähigkeit und Geduld mit Begeisterung und Kreativität beim Lösen von Kletterstellen. Foto: Andrea Cossu

Als du im November 2024 den „Freerider“ geflasht hast, also alle Seillängen im ersten Versuch sturzfrei klettern konntest – was zuvor noch niemandem in einer Route am El Capitan gelang –, wurde das mit Lynn Hills erster freien Begehung der „Nose“ verglichen. War dir bewusst, dass du damit einen neuen Meilenstein durch eine Frau gesetzt hast?

In meinen Augen sind diese zwei Begehungen schwer zu vergleichen. Lynns freie Begehung der „Nose“ ist ein historischer Meilenstein in der Klettergeschichte, weil das überhaupt die erste freie Begehung einer Route am El Cap war. Danach sah sie mehr als zehn Jahre keine freie Wiederholung mehr. Als wir nach dem „Freerider“ wieder unten im Valley waren, war ich überrascht, wie stark die Öffentlichkeit auf meinen Flash reagierte.

Meine Mutter erfuhr es aus den Nachrichten im österreichischen Fernsehen, noch bevor ich mit ihr telefoniert hatte. Ich denke, ich hatte einfach extremes Glück. Und Jacopo hatte extremes Pech, dass er im Boulderproblem mit dem Karate Kick stürzte – sein einziger Sturz in der ganzen Route, in 33 Seillängen. Wenn Jacopo und ich Bigwalls klettern, steigen wir normalerweise beide die schweren Seillängen vor.

Im Boulderproblem war er zuerst an der Reihe – wäre es umgekehrt gewesen, wäre vielleicht ich gestürzt und er hätte als Zweiter von meinen Informationen profitieren können. Jacopo ist im Sportklettern und im Bouldern so viel stärker als ich! Umso höher rechne ich ihm an, wie er mich im Rest der Route unterstützt hat, ohne frustriert zu sein. Es hätte genauso gut schiefgehen können – zum Beispiel im unteren Teil, im „Freeblast“ mit den Reibungsplatten, da hätte ich mich fast verstiegen.

2019 wurdest du vom amerikanischen Magazin National Geographic zum „Adventurer of the Year“ gewählt und zur weltweit besten Allround-Kletterin erklärt. Und nun bist du nach Catherine Destivelle erst die zweite Frau, die den Paul-Preuß-Preis erhalten hat. Hat dich das überrascht?

Ich hatte nicht damit gerechnet. Bisher wurden vor allem Bergsteiger mit diesem Preis ausgezeichnet, weniger reine Kletterer. Für mich ist das eine große Ehre, es hat mich sehr gefreut; auch dass wahrgenommen und anerkannt wird, in welchem Stil ich unterwegs bin. Aber dass ich jetzt schon für mein „bergsteigerisches Lebenswerk“ ausgezeichnet werde, das hat mich schon überrascht.

Deine freien Begehungen, der Verzicht auf technische Aufstiegshilfen, deine Begeisterung für das traditionelle Klettern ohne Bohrhaken, das passt doch alles sehr gut zur Philosophie von Paul Preuß. Mit der Forderung, Mauerhaken nur zur Sicherung und nicht zur Fortbewegung zu benützen, formulierte er bereits 1911 den Ursprung des Freiklettergedankens.

Sein Credo „Das Können ist des Dürfens Maß“ kann ich nachvollziehen, wenn es darum geht, dass man keine Sicherungsmittel zur Fortbewegung benützt. Aber seine Ansichten, dass man das, was man hinaufklettert, auch wieder abklettern können muss oder dass Haken nur zur Absicherung in Notfällen verwendet werden sollten, passen nicht mehr in die heutige Zeit – sonst hätte es diese Weiterentwicklung im Schwierigkeitsgrad nie gegeben.

Man muss nicht jedes Gebiet dem „Sicherheitsstandard“ anpassen.

Paul Preuß hat vielleicht ein bisschen übertrieben, aber grundsätzlich finde ich seine Gedanken richtig. Auch dass Haken nicht die „Grundlage einer Arbeitsmethode“ sein sollten: Wenn es zu sehr in Richtung klettertouristische Erschließung geht wie an einigen Orten in Österreich, wo es zum Teil Bohrhakenabstände wie in der Kletterhalle gibt, dann zerstören wir unseren Sport. Ich bin nicht generell gegen gut eingebohrte Routen, aber mich stört, wenn traditionelle Gebiete in diesem Stil saniert werden.

Ich denke, man muss nicht jedes Gebiet dem „Sicherheitsstandard“ anpassen. Eine Klettertour ist ja gerade dann ein einschneidendes Erlebnis – und auch ein größeres Erfolgserlebnis –, wenn sie wilder ist, wenn sie mehr Risiko beinhaltet und wenn man seinen inneren Schweinehund überwinden muss. Das gehört zum Klettern dazu.

Also Klettern um des Abenteuers willen?

Wenn es um das Abenteuer geht, dass es bedeutet, sich im Vorstieg in unbekanntes Gelände vorzuwagen, dann ja. Früher war mir das nicht so wichtig, heute suche ich schon mehr Abenteuer. Jetzt gibt es mir viel mehr, wenn ich den gesamten Tag draußen bin, zusteige, den ganzen Tag in der Wand hänge, auch in der Wand schlafe, das sind für mich die intensivsten Erlebnisse.

Jacopo geht es genauso. Aber wir sind keine Kamikaze. Die Touren, die wir klettern, sind nicht extrem riskant. In der „Eternal Flame“ in Pakistan konnten wir die Wand gut absichern und sie war so steil, da hätten wir die meiste Zeit ins Seil stürzen können, ohne dass etwas passiert wäre. Das Gefährlichste war der Zustieg, wegen des Steinschlags.

Babsi Zangerl und Jacopo Larcher an einem Stand der „Eternal Flame“
Babsi Zangerl und Jacopo Larcher an einem Stand der „Eternal Flame“. Nach einem erfolglosen Versuch 2021 stimmten im Jahr darauf die Verhältnisse und das Wetter. In der Wand des Nameless Tower hängend, hatten sie die größte Gefahr überstanden – sie ist so steil, dass sich lösende Steine über sie hinwegfielen. Foto: Austin Siadak

Das war 2022, als dir zusammen mit Jacopo auf einer Expedition zu den Trangotürmen im Karakorum eine freie Begehung der „Eternal Flame“ am Nameless Tower gelang. Dort seid ihr auf mehr als 6000 Metern den Grad 7c+ geklettert. Nicht weit entfernt davon, am Laila Peak, kam letzten Sommer Laura Dahlmeier ums Leben – der Steinschlagunfall der deutschen Ex-Biathletin und Bergführerin schlug in den Medien hohe Wogen.

Ich habe Laura zwar nicht gekannt, aber mich erschüttert das immer sehr, wenn ich höre, dass Bergsteiger verunglückt sind. Man wird daran erinnert, dass das genauso einen selbst treffen könnte, gerade mit Steinschlag. Der ist einfach ein Restrisiko, egal, wo man unterwegs ist. Das kann einem auch bei uns in den Alpen passieren. Aber in den Bergen Pakistans ist das Risiko größer, gerade wenn man viel schönes Wetter hat.

Das kann man sich gar nicht vorstellen, wie warm es auf 5000 Metern werden kann – in der Sonne saßen wir da oben im T-Shirt! Durch die Schneeschmelze geraten die Steine in Bewegung. Sie fliegen genau ins Zustiegscouloir hinunter, und sie sind teilweise kühlschrankgroß. Der Zustieg zum Nameless Tower – es ist derselbe wie zum Great Trango Tower, an dem Laura vor dem Laila Peak war – führt zwingend durch dieses Couloir.

Wir konnten damals das Risiko reduzieren, indem wir immer in der Nacht zu- und abstiegen, wenn es noch gefroren war, nicht tagsüber. Ich kenne die Verhältnisse am Laila Peak nicht. Aber dass dieser Unfall passierte, hatte auch viel mit Glück oder Pech zu tun, gerade bei Steinschlag. Laura war im falschen Moment am falschen Ort. Das Restrisiko lässt sich nicht ausschließen. Ich denke, dass man, wenn man in die Berge geht, egal ob zum Wandern, Klettern oder Bergsteigen, schon die Entscheidung getroffen hat, dass man ein gewisses Risiko eingeht. Je nachdem, wo man dann hingeht, ist das Risiko nochmals um einiges größer.

Babsi Zangerl in der „Eternal Flame“ am Nameless Tower, Pakistan.
Babsi Zangerl in der „Eternal Flame“ am Nameless Tower, gesichert von Jacopo Larcher. 2022 gelang beiden im Flash die dritte freie Begehung der von Wolfgang Güllich und Kurt Albert erstbegangenen Route. Foto: Jonathan Fäth

Du hast dich 2014 mit der Begehung von „Prinzip Hoffnung“ an der Bürser Platte auch dem traditionellen Klettern zugewandt, bei dem statt mit Bohrhaken mit reversiblem Material abgesichert wird. Seither hast du zahlreiche Routen bis 8c+ in diesem Stil begangen. Wie hältst du beim Trad-Klettern das Risiko möglichst klein?

Ich glaube nicht, dass die Trad-Routen speziell gefährlich sind. Oft klettert man sie davor im Toprope rotpunkt. Da checkt man die Züge genau aus und auch die Sicherungen. Schwere Trad-Routen werden oft bis ins Detail einstudiert. In Einzelseillängen ist man da sehr gut vorbereitet, bevor man überhaupt den Vorstieg wagt, und minimiert so das Risiko.

Nochmals zurück zum „Freerider“ und den Reibungsplatten, wo du dich fast verstiegen hättest: Der „Freeblast“ ist dort, wo Alex Honnold bei seinem ersten Versuch, die Route free solo zu begehen, umkehrte. Hast du bei eurer Begehung jemals an Alex gedacht und dir vorgestellt, wie es wäre, hier ohne Seil zu stehen?

Ich musste die ganze Zeit an Alex denken! Vor allem im „Freeblast“, weil man da nicht wirklich Tritte und Griffe hat. Das ist eine reine Plattenreiberei, in der man schon mit Seil ein ungutes Gefühl hat und ständig denkt, man könnte ausrutschen. Ich glaube, auch wenn man das oft probiert, den „Freeblast“ kann man nicht sicher und stabil klettern. Den Rest konnte ich mir irgendwie vorstellen, obwohl ich das selbst ohne Seil niemals könnte, aber im „Freeblast“ habe ich mir gedacht, wie kann man das nur machen, wie wahnsinnig ist Alex? Mir geht es nicht um den Kick. Wenn ich ohne Seil am Weg bin, fühle ich mich unwohl, ich habe das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

„To honnold“: Honnold balanciert auf dem Thank God Ledge in der Regular-Northwest-Route am Half Dome im Yosemite Valley – 600 Meter über dem Talboden. Später schrieb er: „Das Thank God Ledge mit dem Rücken zur Wand entlang zu spazieren

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Wenn man deinen Werdegang der letzten Jahre verfolgt, hast du dich immer noch mehr gesteigert, egal ob im alpinen Sportklettern, im Trad-Klettern oder beim reinen Schwierigkeitsgrad. Wie schaffst du es, solch eine komplette und vielseitige Kletterin zu sein?

Diese Abwechslung ist eben ganz wichtig für meine Motivation! Aber wenn ich zurückschaue, frage ich mich schon manchmal selbst, wie das Ganze überhaupt passiert ist. Ich ging in alle meine Projekte mit relativ wenig Erwartung hinein, weil ich dachte, das ist wahrscheinlich ohnehin eine Nummer zu groß. Manchmal rede ich mir das vielleicht auch ein und denke tief drinnen trotzdem, es könnte vielleicht gehen.

Keine Ahnung – ich probiere es einfach, und dann kommt es zu dem Punkt, der mir beim Klettern am meisten taugt: wenn ich merke, es könnte gehen. Dann bin ich total motiviert und für Jacopo sicher oft schwierig auszuhalten, weil ich dann nichts mehr anderes machen will. Ich liege dann im Bett und denke, ich muss da wieder hin, ich habe eine Idee, wie ich beim nächsten Mal den Zug probiere.

Babsi Zangerl beim Trad Klettern im Rissklassiker „Greenspit“ (8b+) im Valle dell’Orco
Ihrer Leidenschaft für das traditionelle Klettern geht Babsi Zangerl hier im Rissklassiker „Greenspit“ (8b+) im Valle dell’Orco nach. Foto: Jacopo Larcher

Das ist dann oft viel Arbeit am Detail, am einzelnen Zug, daran, was du verändern musst, dass es vielleicht doch geht?

Genau. Aber ich genieße es, dass es draußen ist, am Projekt selbst. Es wäre weniger Aufwand, wenn ich mir eine solche Sequenz in der Kletterhalle nachbauen würde. Aber das würde mich nicht motivieren. Das würde mir das coole Erlebnis am Fels nehmen, wenn ich es dort dann schnell klettern könnte.

Ich ging in alle meine Projekte mit relativ wenig Erwartung hinein.

Diese Hartnäckigkeit zeichnete dich schon früh aus: Du hast mir mal erzählt, dass du als Jugendliche drei Stunden unter demselben Boulderblock sitzen konntest beim Versuch, nur allein vom Boden wegzukommen.

Ja, stur war ich schon immer. Wenn ich merke, es könnte möglich sein, bin ich total angefixt. Dann macht es mir nichts aus, hundertmal hinzufahren und es zu probieren. Bei der „Bombardino“, der 9a+ in Arco, da war ich richtig fanatisch. Ich fuhr allein nach Arco, hatte keinen Kletterpartner, kletterte mit einem Südtiroler, der auch ein Projekt dort hatte und mittlerweile ein guter Freund ist.

Später dann mit einer Freundin aus Bozen, die zwei-, dreimal mitkam, immer mit verschiedenen Leuten. Mir war nur noch das wichtig; ich ging nicht mehr in die Halle, ich probierte nur noch diese Route und machte jeden zweiten Tag Ruhetag. Sonst klettere ich meistens drei, vier Tage und lege dann einen Ruhetag ein. Ich war brutal motiviert, aber ich brauchte die vielen Pausen, sonst hätte ich die Züge nicht zusammengebracht.

Hattest du dir zuvor zum Ziel gesetzt, eine 9a+ zu schaffen und damit wieder einen Schritt weiter zu machen in den nächsten Schwierigkeitsgrad?

Nein, überhaupt nicht. Die Route gefiel mir. Ich war letztes Frühjahr in Bus de la Stria, gleich hinter Arco, im Sektor Hotel Olivo, das ist mein Lieblingsklettergarten in Arco. Entsprechend oft war ich dort, und bald hatte ich die meisten Routen abgehakt, die ich schnell klettern konnte, es blieb nur noch 9a+ übrig.

Die „Bombardino“ sah supergut aus, da dachte ich mir, ich steige einfach mal ein und bouldere sie ein bisschen aus. Am ersten Tag kam ich nicht einmal bis zum Umlenker. Zwei Tage später dachte ich, so schnell gebe ich nicht auf. Ich kam dann bis zum Umlenker, brachte aber nicht alle Einzelzüge zusammen. Doch ich dachte mir, es sind kleine Leisten, ganz hart, um die Füße hinzustellen, das mag ich, das liegt mir.

Ich möchte auch in einem Bereich arbeiten, der nichts mit dem Klettern zu tun hat.

Es würde sich eigentlich lohnen, dranzubleiben und zu schauen, ob ich ein Licht sehe, ob ich die Körperpositionen halten kann. Am dritten Tag hatte ich das Gefühl, ich könnte die Züge schaffen – da war ich schon infiziert. Ich hatte keine Ahnung, wie lange das dauern würde. Aber Arco ist nicht so weit weg, und es gefällt mir dort. Da wäre mir auch egal gewesen, wenn es sich über mehrere Jahre gezogen hätte.

Es waren dann aber nur zwei Monate. Kommst du immer durch Zufall zu deinen neuen Projekten?

Es muss einfach passen. Mir gefällt vor allem, wenn es alpine Routen in unserer Nähe sind. Das war bei der „Next Generation“ am Zwölferkopf super, die wir letzten Sommer geklettert sind. Pio Jutz, der Erstbegeher, hatte die Route freigegeben, so konnten wir die erste Rotpunktbegehung machen. Wir starteten vor unserer Haustür mit dem E-Bike, fuhren eine halbe Stunde und stiegen noch eineinhalb Stunden ins Sarotlatal zu.

Nach der Route seilten wir ab und flogen mit den Gleitschirmen zurück ins Tal. Deshalb sind wir auch oft im Rätikon, weil das so nah ist. Gerade arbeiten wir an der „Déjà“ an der 7. Kirchlispitze. Sie zieht zwischen die „WoGü“ und die „Unendliche Geschichte“ und wurde 2019 von Fabian Buhl erstmals frei begangen. 8c+, megaschöner Fels.

Du bist jetzt 37 Jahre alt, Babsi, und arbeitest, obwohl du von Sponsoren unterstützt wirst, mit einem 30-Prozent-Pensum als Röntgenassistentin. Wohin führt dich dein Weg? Wovon träumst du noch?

Ich möchte weiterhin meinem Beruf nachgehen, um unabhängig zu sein und auch in einem Bereich zu arbeiten, der nichts mit dem Klettern zu tun hat. Ich brauche das für meine Balance, und wenn ich mal nicht mehr vom Klettern leben kann, arbeite ich halt mehr im Spital.

Aber wovon ich noch träume: Ich würde gern mal eine Erstbegehung machen. Am liebsten im Rahmen einer Expedition, irgendwo, wo es noch viel Potenzial für coole Linien gibt. Vielleicht nicht unbedingt im Karakorum – in Chile beispielsweise gibt es auch tollen Granit, und da ist die Steinschlaggefahr geringer.

Erschienen in der Ausgabe #133 (Winter 25-26)

bergundsteigen #133 (Winter 2025/25).