Ultima Ratio oder der ganz normale Wahnsinn?
Beim Thema Free Solo scheiden sich die Geister: Königsdisziplin des traditionellen Alpinismus oder unverantwortliches Spiel mit dem Leben? Eine sehr subjektive Erörterung von Andi Dick.
Andi Dick studierte Umwelt- und Verfahrenstechnik (FH), arbeitet als freier Journalist und als Bergführer in den DAV-Lehrteams Bergsteigen und Sportklettern, hält Vorträge und macht Berglieder-Kabarett.
Beim Thema Free Solo scheiden sich die Geister: Königsdisziplin des traditionellen Alpinismus oder unverantwortliches Spiel mit dem Leben? Eine sehr subjektive Erörterung von Andi Dick.
Brot und Spiele gab es im alten Rom, um die Massen ruhig zu halten. Sport und Liebe leben die Gladiatoren des Bergsports von heute: Sport in den Arenen – der Medien oder der Einsamkeit – und eine brennende Leidenschaft, ja Liebe für dieses so wunderbar unnütze Tun.
Wenn Bergsteigen laut Lionel Terray die „Eroberung des Unnützen“ ist, dann könnte man das seilfreie Soloklettern als die Ultima Irratio empfinden: Es ist unnütz und obendrein lebensgefährlich – Sturz heißt Tod. Doch so einfach sollte man es sich mit dem Urteil nicht machen.
Hakendiskussion, die x-te: Alpine Erstbegehungen sollten nur von unten gemacht werden, um künftigen Generationen kein Spielfeld zu rauben, forderten im Frühjahr Dutzende Spitzenkletterinnen und -kletterer. Doch wenn man einmal die Begrenztheit der „Ressource Fels“ verstanden hat, bekommt der verantwortliche Umgang mit ihr viel mehr Perspektiven als nur die des Stils. Eine Fragensammlung.
Zwei Kletterer eröffnen eine neue Route – der Grundeigentümer fordert den Rückbau. Ein Prozess, der für den Bergsport wegweisend sein könnte
Zwei Kletterer eröffnen eine anspruchsvolle Neutour in den Karnischen Alpen – der Grundeigentümer fordert den Rückbau. Hintergründe zu einem Gerichtsprozess, der zu einem für den Bergsport entscheidenden Präzedenzfall werden könnte.
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