Gipfel, Ego, Risiko: Warum Männern die Umkehr schwerfällt
Tief verankerte Rollenbilder, die Entscheidungen prägen: eine Spurensuche nach internalisierten Mustern im „Männerraum“ Berg – und warum eine Befreiung davon auch für Männer gesund wäre.
Welchen Einfluss hat der diffuse „Faktor Mensch“ auf das Unfallgeschehen in den Bergen?
Tief verankerte Rollenbilder, die Entscheidungen prägen: eine Spurensuche nach internalisierten Mustern im „Männerraum“ Berg – und warum eine Befreiung davon auch für Männer gesund wäre.
Eine Umkehr oder ein Rückzug beim Bergsteigen und Klettern ist häufig mit Stress verbunden. Denn entweder flüchtet man vor schlechtem Wetter, ist überfordert oder kommt in Zeitnot, da man zu langsam war. Es eilt also – und Eile ist oft der erste Faktor einer Fehlerkette.
Mehr als 20 Jahre war Bruno Hasler als Ausbildungschef des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) für die Aus- und Weiterbildung der Tourenleitenden verantwortlich, später für die Bergnotfallstatistik. Der Rückblick auf seine Berufsjahre wirft ein Schlaglicht auf in der Schweiz sicherheitsrelevante Themen und ihre Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.
Warum werden alpinistische Meisterwerke immer wieder zu Massenware? Und warum suchen manche Bergsteiger dennoch konsequent das Unbekannte? In einer nüchternen Bestandsaufnahme reflektiert Hanspeter Eisendle über Kommerz, Wiederholung und Widersprüchlichkeit im Bergsteigen – und über das einfache, aber unbequeme Gegenmittel: sich zu entziehen.
Lise Billon, 35, ist Bergführerin und eine der stärksten Alpinistinnen der Welt. Im Februar 2024 erreichte die Französin gemeinsam mit Maud Vanpoulle und Fanny Schmutz als erste Frauenseilschaft den Gipfel des Cerro Torre in Patagonien über den Südostgrat – die bohrhakenfreie Variante der ehemaligen Maestriroute. Im Telefon-Interview spricht sie über diesen Erfolg, das Risiko beim Bergsteigen und darüber, wie sie ihre ganz eigene Ethik beim Bergsteigen definiert.
Ein Leben in Doppelrolle: Jüngst und völlig verdient wurde Laura Tiefenthaler mit dem Paul-Preuß-Förderpreis für junge Alpinist:innen ausgezeichnet. Ihre beeindruckenden Leistungen in den Bergen sind jedoch nur eine Facette im Leben der 28-jährigen Innsbruckerin – die auch einem entspannten Sportklettertag etwas abgewinnen kann.
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