Drei Tage in der Gletscherspalte: Bergrettung an der Zugspitze
10. Juni. 2026
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Nachtrag zu meiner Frage "Aramid statt Dyneema": In dem verlinkten Interview von Bergundsteigen mit Edelrid vom 25.10.24 hält sich der Edelrid-Mitarbeiter teilweise bedeckt. Als Grund gibt er dann an, dass Dyneema weniger hitzebständig ist und sich deshalb das Seil nicht imprägnieren lässt. Wenn Aramid aber eine schlechtere Schnittfestigkeit als Dyneema hat, könnte man doch über alternative Imprägnierungsmethoden nachdenken? Dyneema zieht an sich wenig Wasser. Die restlichen Fasern könnten z.b. vorher imprägniert werden? Abgesehen davon sind die Seile fürs Felsklettern an scharfem Fels wie Granit konzipiert, wo die Imprägnierung schon nach wenigen Touren raus ist. Ich habe sowohl das Edelrid Swift Protect Pro Dry, als auch das Edelrid Starling Protect Pro Dry, auf über 30 alpinen Klettertouren verwendet. Nach dem ersten Sommer war die Imprägnierung komplett draußen. Ich hab die Seile nach dem ersten Sommer jeweils beim Eisklettern verwendet. Der Mantel saugt sich komplett voll und die Mantelfasern bleiben im Abseilgerät kleben (die Fasern werden gefühlt rausgerupft und der Mantel löst sich dabei auf). Freunde von mir haben dieselbe Erfahrung gemacht und die Starling Halbseile nach nur einer Saison ausgetauscht, weil der Mantel so stark gelitten hat. Da würde ich mir lieber ein schnittfesteres Seil mit Dyneema wünschen, das dafür nicht imprägniert ist. Deshalb benutzen ja auch die meisten Kletterer einen Satz Halbseile für den Fels und einen Satz, der imprägniert ist, fürs Winterbergsteigen/Eisklettern.
Vielen Dank erstmal für den ausführlichen Artikel! Folgendes verstehe ich nicht: "Doch das Aramid ist nicht allein für die höhere Schnittfestigkeit verantwortlich" -> warum wurden dann nicht andere Seile auf ihre Schnittfestigkeit geprüft, z.b. die sehr weit verbreitete Beal Iceline? Warum wird nicht erklärt, warum Aramid statt Dyneema für eine höhere Schnittfestigkeit verwendet wird? Am Anfang des Artikels werden beide Fasern als Möglichkeiten behandelt. Dann wird ohne Überleitung erklärt, welche Vorteile Dyneema hat. ("Immer wieder ist als Falschinformation zu hören, dass Dyneema besonders schnell altern würde. Wenn, dann ist vor allem Aramid von einer erhöhten mechanischen Alterung (Biege-Wechselbelastung) sowie einer erhöhten UV-Alterung betroffen") Danach wird der Test und die Ergebnisse besprochen, aber warum Aramid statt Dyneema verwendet wird, wird nicht beantwortet. Komisch ist, dass in Quelle 2 (Hochfeste Faserwerkstoffe als Bergseile (Ernst, B./Teufelberger) bergundsteigen #100 / Herbst 17) Dyneema bei Schnittfestigkeit als "sehr gut" und Aramid als "gut" eingestuft wird.
Vll spart Petzl sich die Panikfunktion ja für das neox+ auf... :p
Natürlich redet sich der kleine Geist jetzt voller Freude ein, Edelrid würde hier heimlich ein „gefährliches Sicherheitsdefizit“ eingestehen. Dass man mit diesem unscheinbaren Hebel schlichtweg nur den hysterischen Netz-Schreihälsen den Wind aus den Segeln nimmt, um endlich Ruhe vor den ewigen Bedenkenträgern zu haben, passt eben nicht in das dramatische Weltbild.