bergundsteigen #135 Cover (Sommer 2026), Schwerpunkt: Umkehr
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Gebi Bendler Chefredakteur bergundsteigen

Gebi Bendler

Gebhard (Gebi) Bendler ist Historiker, Berg- und Skiführer sowie leidenschaftlicher Kletterer. Und natürlich seit 2020 Chefredakteur der Zeitschrift bergundsteigen.

Zurück zur Natur

Der Stüdlgrat am Großglockner ist heute eine klassische, weitgehend ursprüngliche Gratkletterei. Kaum sichtbar ist, dass er einst zu den frühesten versicherten Klettersteigen der Ostalpen zählte – ebenso wie der Urkundgrat in den Ötztaler Alpen. Die Geschichte dieser Grate, vom aufwendigen Ausbau bis zum bewussten Rückbau, macht sie zu exemplarischen Fällen für eine alpine Umkehr nach dem Ersten Weltkrieg.

08. Juli 2026

bergundsteigen #135: editorial

Psychologisch ist genau dieser Moment schwer auszuhalten. Wer unterwegs ist, hat bereits investiert: Zeit, Kraft, Erwartung. Mit jedem Höhenmeter wächst die innere Bindung an das Ziel. Umzukehren bedeutet dann nicht nur, den Körper um 180 Grad zu drehen, sondern auch ein inneres Bild loszulassen. Hinzu kommt ein stiller Vergleich: Andere gehen weiter, Bilder in sozialen Medien zeigen mühelose Gipfel, klare Linien, scheinbar selbstverständlichen Erfolg.

15. Juni 2026

bergundsteigen #134: editorial

Auf Social-Media-Plattformen kursieren zahlreiche Videos von Profis und ambitionierten
Hobbysportlerinnen und -sportlern, die sie bei ihren Rope-Solo-Abenteuern zeigen und damit andere inspirieren. Der schottische Profikletterer Robbie Philipps schreibt unter ein Video von ihm auf Instagram mit über einer Million Aufrufen, das Erlernen des Rope-Solo-Kletterns sei das befreiendste Gefühl, das er
beim Klettern je hatte. Als einen Vorteil führt er Effizienzsteigerung an: „Du hast viel mehr Zeit.“

26. März 2026

Keine Haken, mehr Sicherheit?

„Viel“ ist ein relativer Begriff, und was „zu viel“ ist, darüber gehen die Meinungen meist auseinander. Der Alpinvordenker und Freikletterpionier Paul Preuß beklagte jedenfalls schon Anfang des 20. Jahrhunderts ein Zuviel an „künstlichen Hilfsmitteln auf Hochtouren“ – und stieß damit die Mutter aller Materialdebatten an.

28. Aug. 2025

bergundsteigen #131: editorial

Bin ich als Tourenführer ausreichend versichert? So eine weitere häufige Frage. „Ja, jede Vereinsführerin und jeder Tourenführer ist als Mitglied automatisch haftpflicht- und rechtsschutzversichert. Automatisch heißt, dass er nichts unternehmen muss, um diesen Versicherungsschutz zu aktivieren. Die Schadenssumme der Haftpflichtversicherung beträgt beispielsweise in Österreich 15 Millionen Euro, die der Rechtsschutzversicherung 50.000 Euro pro Schadensfall.“ Auch in den anderen alpinen Vereinen der Alpenländer verhält es sich ähnlich.

27. Mai 2025
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