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bergundsteigen #88

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  • 9editorial-1

    4:59, 2:50 und gestern 3:44. Das könnten die Aufbruchzeiten eines Westalpenführers sein. Tatsächlich sind es die Arbeitszeiten eines Bergführers. Genauer der Zeitstempel der letzten Mails, die ich von unserem Autor Helli Steinmassl, erhalten habe. Neben Bergführer-Job und Familie hat er sich die Zeit gestohlen, für diese Ausgabe den Beitrag zur Höhlenrettung im Riesending zu schreiben. Im Sinne von „was machen andere“ und „über den Tellerrand hinausblicken“ wollte ich unbedingt einen Beitrag über diese Rettung bringen, über welche die Medien ...

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  • 10-11kommentar-1

    Ich war 13, das war dann … 1972. Mit der Alpenvereinsjugend waren wir im Wilden Kaiser. 50 Kinder und Jugendliche zusammen mit mehreren Jugendführern, die uns an diesem prächtigen Sommer-Sonntag großes Theater bieten konnten – sozusagen IMAX-Kino mit 360° Filmformat: Aufstieg durch die „Steinerne Rinne“! Das bedeutet rechts Fleischbank, dahinter Totenkirchl, zur Linken Predigtstuhl. Senkrechte Wände, die da in unheimlicher Nähe zueinander in die Höhe streben. Und ich erinnere mich noch sehr genau - in all diesen Wänden war Leben. Dutzende Seilschaften ...

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  • 12-22dialog

    [Die Grenzen sind erreicht] Als langjähriger Nutznießer von bergundsteigen einmal ein aktiver Beitrag mit einem doch recht speziellen Einsatzbericht, der schon bedenkliche Entwicklungen aufzeigt – weitab von technischen Ausrüstungsfeinheiten... Einfach zum Nachdenken. Damit soll nicht das Stammtischfeuer mit dem Ruf nach Strafe, Einsatzverweigerung etc. neu entfacht werden – es ist mehr der Appell, den Hausverstand mit einzupacken und sich vielleicht auch einmal zu fürchten! Untertitel „Gezielte Tourenplanung für einen sicheren BRD Einsatz“? „Ich warne entschieden bei Alpinunfällen ...

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  • 24-25krautundruabn

    Auch das Kuratorium für Alpine Sicherheit war den Sommer über aktiv. Geschäftsführer Andi Würtele berichtet, womit sie sich in den letzten Wochen beschäftigt haben: Sauschwänze. Anfang Juli stürzte eine erfahrene Bergsteigerin beim Abseilen an der Martinswand bei Innsbruck tödlich ab. Bei der Ursachen-Forschung stellte sich heraus, dass die industriell gefertigten Sauschwänze gefährlicher sind als bisher angenommen: einerseits kann das Seil durch herumschlenkern (zB wenn man in einer Schrofenlänge den Seilverlauf zum Abziehen optimieren will) aus dem Sauschwanz zumindest ...

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  • 26-29bergsoenlichkeit

    Du beschreibst in deinem Artikel „Longlines“ (S. 30) recht drastisch den zunehmenden körperlichen Verfall, der dich beim Alpinklettern einschränkt. Wie stark leidest du wirklich an den zitierten klappernden Knien? Tatsächlich habe ich bereits schwere Knorpelschäden in den Knien und dementsprechend sind gerade die Abstiege für mich ein Problem. Während wir in jungen Jahren von einem wackeligen Stein zum anderen gesprungen sind, geht’s heute nur mehr ganz vorsichtig hinunter. Der Faktor „Jugend“ ist körperlich einfach nicht zu ersetzen. Die Reaktionsschnelligkeit ist dahin und damit auch ein Stück ...

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  • 30-34longlines

    Es gibt lange alpine Klettertouren und ganz lange. Adi Stockers Spezialität ist das Erstbegehen solcher ganz langer Routen im Gebirge. Wie zB „Ende Nie“ in den Loferer Steinbergen. 38 Seillängen durch etwa 1.500 Klettermeter im Schwierigkeitsgrad 6+/6 obl., Standplätze und die wichtigen Zwischenhaken gebohrt - 2001 erstbegangen und schon heute ein Klassiker. In diesem Beitrag schreibt Adi über seinen Zugang ...

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  • 36-40kletterunfaelle-im-klartext

    Gerade in den letzten Monaten wurde viel über Unfälle, Sicherungsgeräte und Risiken beim Klettern diskutiert - auf teilweise sehr abstrakter Ebene . Oftmals geben die Protagonisten in der „Fachdiskussion“ aber eher ihre persönlich Meinung oder ihre ganz spezifischen Erfahrungen wieder als tatsächliche Fakten. Um einen Gesamteindruck des Unfallgeschehens zu bekommen, durchforsteten Walter Würtl und Andreas Würtele die Alpinunfalldatenbank ...

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  • 42-53hoehlenrettungseinsatz-im-riesending

    Der Unfall im Untersberg (Berchtesgadener Alpen) in 1.000 m Tiefe löste die spektakulärste Höhlenrettungsaktion aller Zeiten aus. 12 Tage lang dauerte die Rettung. 202 Höhlenretter und weitere 526 Helfer waren im Einsatz. Mit hunderten Hubschrauberflügen wurden, nach groben Schätzungen, über 30 Tonnen Ausrüstung und Verpflegung zum Höhleneingang geflogen. In der Höhle wurden 15 km Seil und 2000 Karabiner für die technischen Aufbauten benötigt. ...

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  • 54-59alte-schlingen-und-reepschnuere

    Eine bekannte Situation: Draußen am Fels findet man bereits vorhandene Schlingen vor - als fixe Expressschlinge, Abseilstände oder Sanduhrschlinge. Dieses Material ist häufig über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt und in der Regel lässt sich kaum abschätzen, welche Festigkeitswerte noch zu erwarten sind. Unfälle in Sportkletterrouten mit fix belassenen Express-schlingen sind eine Konsequenz der geschilderten Problematik. ...

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  • 60-65statisches-dyneema-vs-dynamisches-seil

    Dyneema ist der Markenname für eine Faser aus Ultra-High-Molecular-Weight Polyethylene, kurz UHMwPE. Interessant, aber nicht wirklich hilfreich, möchten wir mehr über die Eigenschaften dieser Faser wissen. Die Idee dieses Beitrages ist es, genau über sie zu informieren und die Frage zu beantworten, ob diese Faser für uns Bergsteiger tatsächlich interessant sein kann. Vorab: die Antwort des Autors darauf lautet „Ja“. ...

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  • 66-71lehrmeinung

    „Darf ich jetzt nicht mehr mit dem Tuber sichern?“ - diese Frage wurde uns nach der letzten bergundsteigen-Ausgabe gestellt. Nein, nicht von einem verunsicherten Anfänger, der mit der Diskussion überfordert war und der ganz einfach wissen wollte, was jetzt für ihn das Beste ist. Die Frage kam von einem ausgebildeten und erfahrenen Kletterlehrer. Und war ernst gemeint. Ebenso ernst, wie die anfänglichen Überlegungen eines Herstellers ...

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  • 72-82bergsteigen-unter-sportwissenschaftlichen-und-hoehenmedizinischen-aspekten

    In der letzten Ausgabe 2/14 hat Stephan Weinbruch einen Beitrag zum Risiko beim Höhenbergsteigen geschrieben. Daraufhin hat sich Stefan Gatt gemeldet und gemeint, dass ihm und seinen Klienten prägnante Empfehlungen beim Trekking- und Höhenbergsteigen fehlen - falls Interesse besteht, könnte er für bergundsteigen einen praxisorientierten Text schreiben. Hier sein Beitrag. ...

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  • 84-87sind-tuber-noch-akzeptabel

    Die Diskussion „Tuber versus Halbautomaten“ ist in den letzten Jahren immer intensiver geworden und hat im letzten bergundsteigen mit dem Artikel von Thomas Lammel einen Höhepunkt erreicht. In diesem Artikel zweifelt der Verfasser provokant, aber sachlich an, dass Tuber und sogar die Halbautomaten mit Tube-ähnlicher Bedienung ausreichend sicher bedient werden können. Seine Begründung: die Bremshand muss zum Seileinnehmen ...

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  • 88-91gehhilfen-am-berg

    Ski- oder Wanderstöcke bei Bergtouren sind mittlerweile zur Modeerscheinung verkommen. Die korrekte Anwendung bzw. den richtigen Sinn der Anwendung haben nur wenige verstanden. Die alpine Unfallstatistik verzeichnet seit dem Stock-Boom vermehrt Unfälle mit Wander- bzw. Skistöcken im alpinen Gelände. Es ist an der Zeit, dass über dieses Thema kurz nachgedacht wird, wenngleich der Blitz- oder Lawinenunfall am Berg viel spektakulärer klingt. ...

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  • 94-101die-wirksamkeit-des-lawinenairbags

    Was bringt ein Lawinenauftriebssystem, ein Lawinenairbag tatsächlich? Darüber gibt es mehrere Untersuchungen: einige kommen von Herstellern, andere sind nicht mehr ganz aktuell, die meisten sind nicht vergleichbar, weil unterschiedliches Zahlenmaterial verwendet wurde. Pascal Haegeli und sein Autorenteam haben analysiert und bewertet und in einer internationalen Studie die Wirksamkeit des Lawinenairbags mit den aktuellsten Daten dargestellt. ...

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  • 104-105medien

    In der Rückschau fällt mir auf, wie symptomatisch der Buchtitel den Stil des Buchs wiedergibt: Ein sachliches, fundiertes und praktisches Buch, das ohne jede Überhöhung, Anpreisung oder Marktschreierei auskommt. Dies und der entspannte Grundtonsind schon zwei Qualitätsmerkmale. Aber von vorne: Ich verhehle nicht, dass ich das Mountainbiken, wie wahrscheinlich auch andere, als eine Art erlebnispädagogische Hilfspraxis angesehen habe: Entweder nutzt man es, um einen Ort zu erreichen, wo dann das „Eigentliche“ stattfindet, oder man macht ein Reiseprojekt ...

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  • 106-107ausprobiert

    Ich trage keine Uhr mit mir herum. Nur manchmal beim Bergsteigen. Und auch dort benötige ich nur den Höhenmesser, den Wecker, die Stoppfunktion (LVS-Suche-Prüfungen, hehe) und eben die Uhrzeit. Diese Funktionen sollten klar ables- und einfach einstellbar sein. Es nicht gar nicht so einfach, eine solche Uhr zu finden, geht der Trend doch auch hier weg von „das, was notwendig ist“ hin zu „das, was möglich ist“. Herzfrequenz, GPS, Trainingssoftware usw. scheinen die schlagenderen Verkaufsargumente zu sein. Nachdem ich aber meine alte Höhenmesseruhr verloren hatte, musste eine neue her. ...

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