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bergundsteigen #127: eigenverantwortung

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Hallo, ich hatte das schon so ausprobiert und finde es unpraktisch. Die Übersicht am Standplatz geht so verloren. Ich verwende oft die Standplatzschlinge und mache mit dem weichen Auge einen Ankerstich in den Anseilring. Zusätzlich dann noch einen Sackstich für das Abseilgerät(Tuber). Allerdings nur wenn es z.B. eine Abseilpiste am Ende der Tour heruntergeht. Ansonsten ist das umbauen nicht praxistauglich. Ich hoffe das die verstellbaren Selbstsicherungsschlingen a la Petzl Connect Adjust noch besser im Handling und leichter werden. Obwohl es gängige Praxis ist finde ich die Selbstsicherung mittels Bandschlinge nie so richtig optimal. Klar, es geht, aber ich bin sicher in Zukunft wird es noch besser gehen.

vielen Dank für die Blumen, freut uns =)

von Katharina Pöll – am 28.Sep.. 2026
Gipfel, Ego, Risiko: Warum Männern die Umkehr schwerfällt

Vielen Dank, dass ihr das Thema Risiko & Männlichkeit aufgreift. Ich diskutiere im Freundeskreis viel darüber, besonders auch im Zuge des Großglockner-Urteils. Eigentlich alle meiner Kletter- und Bergpartnerinnen können Geschichten erzählen, wie sie auch im Artikel aufgegriffen werden. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass es oft Männer mit einem Wissensvorsprung sind, die ihre Bergpartnerinnen in ein Risiko mit rein ziehen. Mit dem selben Wissenstand würden die Frauen aber oft nur ein niedrigeres Risiko eingehen. Genau das ist mutmaßlich am Großglockner passiert. Und es ist, mit zum Glück weniger dramatischen Ausgängen, auch schon sehr vielen meiner Freundinnen und mir passiert. Ich finde es super, dass im bergunsteigen auch Platz für solche Themen ist.

Vielen Dank für diesen guten Artikel, wirklich äußerst lesenswert. Ich würde mir wünschen, dass er viele Menschen nachhaltig zum Reflektieren und kritischen Hinterfragen anregt. Zum Reflektieren und Hinterfragen der eigenen Rolle hinsichtlich der angesprochenen, so oft auftretenden (Macht-)Dynamiken am Berg – nicht nur, aber insbesondere zwischen Geschlechtern und nochmals verstärkt zwischen Tourenpartner*innen, die sich in einer romantischen Beziehung befinden. Doch der entscheidende Punkt ist, dass selbst ohne jegliche zuvor bestehende Beziehung zwischen zwei Menschen (unterschiedlichen Geschlechts) viel zu häufig Ungleichheiten bezüglich der Rollen und Erwartungen bestehen, sodass beispielsweise der Mann als „erfahrener Führer“ gesehen wird, trotz einer mitunter besseren Entscheidungsfähigkeit seiner „Begleiterin“. Diese existieren problematischerweise auf Grundlage historisch gewachsener Strukturen, welche – natürlich nicht nur im Bergsport – die Gesellschaft nach wie vor stark prägen und leider auch nach wie vor nur von einer Minderheit bewusst wahrgenommen, geschweige denn aktiv zu verändern versucht werden. Diese Zuschreibungen an die Geschlechter im Bergsport bestehen zumeist komplett unabhängig von der tatsächlichen Kompetenz und Erfahrung der Personen und dienen letztlich dem Erhalt von traditionellen Rollenbildern und der damit verbundenen Ungleichheiten. Es ist leicht vorstellbar, dass dieses Thema, so offen und klar angesprochen wie in diesem Artikel, nicht überall auf positive Resonanz stößt. Nicht zuletzt sicherlich auch aufgrund des so treffend genannten „Male Bondings“ und der damit einhergehenden Schaffung von In- und Outgroups, was natürlich für so manche Bergsportler eine direkte, bewusst oder unbewusst wahrgenommene Bedrohung darstellen wird. Diejenigen, die sich hierbei auf die Füße getreten fühlen, sollten vermutlich am genauesten hinsehen, was natürlich einen gewissen Mut erfordert. Wichtig ist dabei sicherlich, sich bewusst zu machen, dass hier niemand angegriffen werden soll. Im Gegenteil: Es geht ja gerade darum, den Bergsport für alle schöner und gesünder werden zu lassen und eine Wohlfühlatmosphäre für alle Menschen zu schaffen. Ich will hoffen, dass diesem Ziel niemand bewusst entgegen steht. Also lasst uns hinsehen, ehrlich und mutig sein und diesen Weg gemeinsam gehen.

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2026 - #136 (Herbst 26)

bergundsteigen #135 Cover (Sommer 2026), Schwerpunkt: Umkehr

2026 - #135 (Sommer 26)

bergundsteigen 134 (Solo)

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bergundsteigen #133 (Winter 2025/25).

2025 - #133 (Winter 25-26)

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