5 Typische Gefahrensituationen im Hochgebirge während Sommersaison
18. Aug.. 2026
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Neuesten Kommentare
Vielen Dank für diesen guten Artikel, wirklich äußerst lesenswert. Ich würde mir wünschen, dass er viele Menschen nachhaltig zum Reflektieren und kritischen Hinterfragen anregt. Zum Reflektieren und Hinterfragen der eigenen Rolle hinsichtlich der angesprochenen, so oft auftretenden (Macht-)Dynamiken am Berg – nicht nur, aber insbesondere zwischen Geschlechtern und nochmals verstärkt zwischen Tourenpartner*innen, die sich in einer romantischen Beziehung befinden. Doch der entscheidende Punkt ist, dass selbst ohne jegliche zuvor bestehende Beziehung zwischen zwei Menschen (unterschiedlichen Geschlechts) viel zu häufig Ungleichheiten bezüglich der Rollen und Erwartungen bestehen, sodass beispielsweise der Mann als „erfahrener Führer“ gesehen wird, trotz einer mitunter besseren Entscheidungsfähigkeit seiner „Begleiterin“. Diese existieren problematischerweise auf Grundlage historisch gewachsener Strukturen, welche – natürlich nicht nur im Bergsport – die Gesellschaft nach wie vor stark prägen und leider auch nach wie vor nur von einer Minderheit bewusst wahrgenommen, geschweige denn aktiv zu verändern versucht werden. Diese Zuschreibungen an die Geschlechter im Bergsport bestehen zumeist komplett unabhängig von der tatsächlichen Kompetenz und Erfahrung der Personen und dienen letztlich dem Erhalt von traditionellen Rollenbildern und der damit verbundenen Ungleichheiten. Es ist leicht vorstellbar, dass dieses Thema, so offen und klar angesprochen wie in diesem Artikel, nicht überall auf positive Resonanz stößt. Nicht zuletzt sicherlich auch aufgrund des so treffend genannten „Male Bondings“ und der damit einhergehenden Schaffung von In- und Outgroups, was natürlich für so manche Bergsportler eine direkte, bewusst oder unbewusst wahrgenommene Bedrohung darstellen wird. Diejenigen, die sich hierbei auf die Füße getreten fühlen, sollten vermutlich am genauesten hinsehen, was natürlich einen gewissen Mut erfordert. Wichtig ist dabei sicherlich, sich bewusst zu machen, dass hier niemand angegriffen werden soll. Im Gegenteil: Es geht ja gerade darum, den Bergsport für alle schöner und gesünder werden zu lassen und eine Wohlfühlatmosphäre für alle Menschen zu schaffen. Ich will hoffen, dass diesem Ziel niemand bewusst entgegen steht. Also lasst uns hinsehen, ehrlich und mutig sein und diesen Weg gemeinsam gehen.
Na ja, ich verstehe schon, dass Mont Blanc überlaufen ist, deswegen zieht es mich dahin nicht. Aber, man kann die Alpinisten nicht dazu verpflichten, einen Bergführer für eine Route zu nehmen. Es geht beim Alpinismus nicht ums Erreichen eines bestimmten Gipfels, sondern darum, wie man es macht. Aber es gibt halt viele Touris, die unbedingt sagen wollen, dass sie oben waren. Mit den 8000ern ist es nicht anders. Man sollte das Bergsteigen wieder etwas unkomfortabler machen, es dekommerzialisieren. Also man muss es besteigen können und nicht heraufgetragen werden.
Hallo Jens! Der Folder kann im ÖAV-Shop bestellt werden, allerdings ausschließlich von ÖAV-Sektionen, deshalb scheint er im "öffentlichen" Shop nicht auf. Beste Grüße, Christoph
Sehr gutes Interview! Danke Herr Schöpf